Der große Andrang auf der "Bloody Diaries 2012" hat es eindeutig gezeigt: Es gibt ein Bedürfnis von "Vampire Diaries" Conventions in Deutschland. Daher hat die FedCon GmbH gleich die Nachfolgeveranstaltung bekannt gegeben. Im Gegensatz zur ersten Bloody Diaries Convention wurde das Programm nicht nur auf "Vampire Diaries" beschränkt, sondern auf Vampir- und Mysterythemen erweitert... und auch diese Convention ist wieder Geschichte. Wir waren wieder dabei und daher könnt ihr hier nachlesen, was alles passierte und wie es uns gefallen hat.




Mark Ferguson

Unsere Wünsche wurden erhört. Der "big, big Star of Lord of the rings", Mark Ferguson, gab auch 2013 wieder den Master of Ceremonies und führte mit seiner charmanten und witzigen Art durch die Veranstaltung und die Panels. Egal ob aus seinem kruden Mix aus deutschen und englischen Ansagen, als Hilfesteller bei den Fragen, als Anheizer oder in Interaktion mit den Stargästen - Ferguson machte immer einen tollen Job und hatte die Sympathie des Publikums stets auf seiner Seite. Wenn man bedenkt, dass die Englischkenntnisse von gut der Hälfte aller Anwesenden eher rudimentärer Natur waren, eine beachtliche Leistung. Bleibt uns nur festzuhalten: Liebes FedCon Team, kommt bloß nicht auf die Idee jemand anderes zu engagieren. Für eine eventuelle Bloody Con 2014 wollen wir wieder unseren verloren geglaubten, dritten Salvatore-Bruder.

Jim Beaver

Ich habe einen neuen Award eingeführt: "Coolste Sau of the year". 2013 geht dieser Preis an Jim Beaver, den die meisten vor allem als "Onkel" Bobby Singer aus "Supernatural" kennen. Beaver hatte das erste Panel der Convention und zeigte sich im Gegensatz zu seiner Serienrolle als weit weniger griesgrämig. Einen Gummiwurm nach dem anderen futternd beantwortete er mit kauzigem Humor die Fragen der Fans, konnte aber im nächsten Moment unglaublich ernst und nachdenklich sein. In seinen Panels sagte Beaver immer wieder einige Sätze in Deutsch. Daraufhin angesprochen erzählte er, dass sein Urgroßvater aus Deutschland kam und er so ein bisschen Deutsch verstünde. Auf die Frage, warum er ein Nichtraucher-Shirt trug, erzählte er, dass eine Frau an Lungenkrebs verstorben sei und er so - ohne oberlehrerhaft zu sein - ein Statement abgeben könne. Seine Rolle als Bobby Singer hat ihm viel Spaß gemacht - natürlich auch das Geld, dass er damit verdient hat - und er würde gerne wieder zur Serie zurück kehren. Zu seinen Lieblingsfilmen gehören Western - sowohl als Zuschauer wie auch als Schauspieler. Daher hat ihm seine Arbeit an der Serie "Deadwood" am Besten gefallen. Auf meine Frage, ob die Namensgleichheit seines Charakters mit dem des Serienproduzenten Robert Singer beabsichtigt sei, erklärte er, es handele sich um einen Gag, der aber nicht als solcher geplant war. Seine Rolle hieß ursprünglich nur "Bobby" und war ursprünglich gar nicht so groß angelegt, wie sie wurde. In der ersten Folge mit Bobby wurde dessen Schrottplatz gezeigt, daher nahm man den Nachnamen des Produzenten, dessen Spitzname ebenfalls "Bobby" ist.

Auf die Frage nach dem verstorbenen Autor, Co-Produzent und Regisseur Kim Manners erzählte er, dass es sich um einen sehr professionellen und warmherzigen Menschen gehandelt hat, der ihm öfter das Kompliment machte, er sei der einzige professionelle Schauspieler auf dem Set (scheinbar nehmen es Jared Padalecki und Jensen Ackles mit der Pünktlichtkeit nicht immer genau). Auf Dorinas Frage hin, ob er sich wie Bobby ebenfalls mit Autos auskennen würde, antwortete er mit einem knappen "No". Wann immer Bobby an einem Auto werkelnd zu sehen ist, klopfe er - nach eigenen Angaben - einfach ein bisschen mit dem Schraubenschlüssel gegen das Blech.
Später bei den Autogramm-Stunden gab es - aufgrund des eher geringen Andrangs - Gelegenheit ein paar Worte mit Beaver zu wechseln, der sich nicht nur auf der Bühne als nett und humorvoll rausstellte. Bereitwillig signierte er für meine Brüder, Dorina und mich Autogramme und hatte immer einen coolen Spruch auf den Lippen.

David Anders

Der Darsteller von John Gilbert, Elenas Onkel bzw. leiblicher Vater, erwies sich als Chaot im positiven Sinne. Wie ein Derwisch wedelte er zeitweise über die Bühne, sang gar mit einer Zuschauerin aus dem Publikum ein Duett und beantwortete seine Fragen meist ebenso schräg. Ob er als Onkel John - eventuell als Geist - nochmal in die Serie zurück kommt, wisse er nicht, aber es sei durchaus möglich. Definitiv wieder mitspielen wird er in "Once upon a time", in welcher er seit 2011 die Rolle des Dr. Whale verkörpert. Bei dem abschließenden Panel von Ian Somerhalder am Sonntag-Abend schlich er sich gemeinsam mit Malese Jow in den Zuschauerraum zu den Mikrofonen und stellte Ian eine Frage. Ian stieg sofort darauf ein und der ganze Saal hing lachend in den Sitzen.

Malese Jow

Die Darstellerin der Vampirin Anna erwies sich als absolut natürlich und sympathisch. Sie berichtete, dass sie ihre Kraft und Power vor allem aus ihrer Familie schöpfte. Sie spielt auch in einer neuen Serie namens "Starcrossed" mit, die vermutlich ab Herbst 2013 auf dem amerikanischen Network "The CW" (wo auch "The Vampire Diaries" läuft). Ein Wiedersehen mit Anna schloss sie jedoch auf meine Frage hin jedoch nicht aus.

Mark Pellegrino

Da ich Jim Beaver den "Coolste Sau of the Year" Award verliehen habe, müsste ich Mark Pellegrino eigentlich den "Nettester Mensch on a Con" Award verleihen. Der Darsteller des Lucifer in "Supernatural" bzw. Jacob in "Lost" beantwortete geduldig und in Ruhe jede Frage. Sofern sich eine Fragestellerin als nervös herausstellte - und ja, das waren viele - kam er entweder in den Saal gelaufen oder ließ die entsprechende Dame zur Bühne kommen, um ihr eine herzliche Umarmung zu geben.

Paul Wesley / Torrey de Vitto


Dieses Jahr hat es ein Ehepaar auf die Con geschafft. Der männliche Part ist Paul Wesley, bestens bekannt als Stefan Salvatore. Seine bessere Hälfte Torrey de Vitto spielt Dr. Meredith Fell. Torrey feierte am Convention-Samstag ihren Geburtstag und wurde vom Panel-Publikum nach einem geheimen Stichwort von MoC Mark mit einem Ständchen geehrt.

Paul schien es sichtlich gefallen zu haben, dass seine Frau mit von der Partie war. Das gemeinsame Panel von Paul und Torrey erwies sich als sehr humorvoll und lässt uns einen guten Einblick in das Eheleben der Wasilewskis - wie beide im realen Leben heißen - zu. Auf die Frage nach dem Highlight der Convention antwortete Paul romantisch, den Anblick von Torreys Gesicht nach dem Aufwachen gesehen zu haben... nur um hinterher feixend hinzufügen, dass er auch Sabber aus ihrem Mund habe rinnen sehen. Torrey widerrum konterte, wie Paul aussehe, wenn er nach Hause käme. Kennen gelernt haben sich die Beiden übrigens auf einem Filmset. Während der gute Paul scheinbar sofort verknallt war, hat es bei Torrey ein wenig gedauert und so musste Paul einige Zeit lang um sie werben.

In seinem anderen Panel hat Paul Wesley mit Ian Somerhalder einen Konterpart an der Seite gehabt. Wüsste man es nicht besser, würde man wirklich meinen, es handle sich um Brüder. Auf die Frage hin, was Ian's beste und schlechteste Eigenschaft wäre, antwortete Paul, dass Ian auch nach einem 14-16-Stunden-Tag immer noch gut gelaunt sei - was ihm sowohl helfen, als auch nerven würde.

Ian Somerhalder


Womit wir auch schon beim Hauptstar der Con wären. Wie nicht anders zu erwarten, war das Ian Somerhalder, dessen beiden Panels (einmal mit Paul, einmal solo) den Hauptsaal voll ausreizten. Auch seine Fotosessions waren mehr als gut besucht. Wann immer man Ian sah - ob nun durch den Flur eskortiert, auf der Bühne oder bei den Shoots - hatte er ein nettes Wort oder ein Lächeln für die Fans übrig. Im Gegensatz zum Vorjahr erwies sich Ian jedoch auch als nachdenklicher, beinahe schon philosophisch. Sein Lieblingszitat lautet "Dream as you live forever, live as you die tomorrow". Der Umweltschutz liegt im stark am Herzen, weswegen er in seinen langen Antworten auch immer wieder darauf zurück kam. Als er während der Closing Ceremony von dem gemeinnützigen Verein Hic et Nunc Society ein Scheck in Höhe von 12.500 € für seine Ian Somerhalder Foundation (ISF) überreicht bekam, bedankte er sich zahlreich bei allen Fans.

Workshops, Vorträge, Party, Konzert


Leider hatten wir zwischen Fotosessions und Panels kaum Zeit das weitere Programm zu genießen, können euch aber immerhin vom Workshop "Being a Vampire" berichten. Kathy und Iso, die ich hier mal als Con-Urgesteine bezeichne (zwar nicht so extrem wie Robert Vogel, aber immerhin), zeigten allen Bereitwilligen, wie man sich Wunden, Kratzer, Vampirbisse oder bleiche Gesichter schminken konnte. Für 5 Euro, die lediglich dazu dienten die Materialkosten abzudecken, konnte man teilnehmen und nach Herzenslust seine diversen Körperteile verwunden. Und das Ergebnis konnte sich sehen lassen: Insgesamt 3 Mal wurde ich auf meine "Verletzung" angesprochen.

Am Freitag Abend fand die 20er Jahre Party statt, die wir als etwas enttäuschend empfanden. 20er Jahre Flair kam eigentlich nur von den zahlreichen weiblichen Besuchern auf, die sich schick in die Zeitepoche zurück versetzt hatten. Der Saal selbst wirkte wie jede stinknormale Ortsverein-Party und auch die Musikauswahl half nicht wirklich.

Ein Highlight war hingegen das Konzert der Band Acht. Ich bin tatsächlich alt genug, um den ehemaligen Teeniestar Gil Ofarim noch zu kennen, als er - gehypt von der Bravo - Songs wie "Round n Round" und "Never givin' up now" herausgebracht hat. Runde anderthalb Jahrzehnte später ist Gil zwar kein Teeniestar mehr, dafür aber nach wie vor ein Vollblutmusiker. Acht haben eine tolle Show hingelegt und sicher an diesem Abend einige Fans hinzu gewonnen.

Allgemeines

Das Team der FedCon GmbH hat aus den Kinderkrankheiten der ersten Bloody Con gelernt.
Autogramm-Stunden und Fotosessions liefen weitaus geregelter ab als noch im letzten Jahr. Sicher hätte man hier und da vielleicht noch eine Kleinigkeit verbessern können, aber das ist nun wirklich Gemecker auf hohem Niveau. Die Helfer erwiesen sich auch alle als freundlich und hilfsbereit und sorgten für einen reibungslosen Ablauf... oder auch einfach mal für einen netten Plausch.

Fazit

Bloody Con 2013 war ein voller Erfolg. Gut organisiert, sympathische Gäste und sympathische Stars sorgten für ein tolles Wochenende... und ganz üblen Con Blues. Jetzt bin ich nur noch gespannt, wann die "Bloody Con 2014" angekündigt wird.



Zurück
 
~ 1 ~


 www.batlady.de